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Liste autorisierter Schubs®-Methode-Lerntherapeutinnen

Sie haben auch die Möglichkeit, das folgende Konzept als druckfähige PDF-Datei herunterzuladen.

Konzept der LRS-Förderung beim Schubs® Schulberatungsservice

Was ist die Schubs®-Methode?

Die Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) ist eine umschriebene Teilleistungsstörung und in aller Regel multifaktoriell bedingt. Darum bedarf sie auch eines ganzheitlichen Förderkonzepts.

Die Schubs®-Methode ist ein ganzheitliches System zum Üben des richtigen Schreibens im häuslichen Bereich. Das Förderkonzept zielt auf „Hilfe zur Selbsthilfe“ und strebt an, eine erwachsene Bezugsperson (meistens ist das die Mutter) zu befähigen, auf eine bestimmte Art und Weise drei- bis viermal pro Woche für je 15 Minuten mit dem Kind zu arbeiten. Dadurch erübrigt sich in den meisten Fällen eine langwierige Therapie. Das Einüben der Methode erfordert normalerweise zwei einstündige Sitzungen mit dem Erwachsenen und dem Kind in ca. zwei- bis dreiwöchigem Abstand; zwei weitere Sitzungen nach jeweils vier bis sechs Wochen zur Kontrolle des Förderprozesses genügen dann zumeist, um das Funktionieren der Methode zu gewährleisten. Nach meiner Erfahrung lässt sich so innerhalb von durchschnittlich einem Jahr eine notenmäßig feststellbare Verbesserung, innerhalb von zwei Jahren eine annähernd vollständige Überwindung der Lese-Rechtschreib-Schwäche bewirken.

Außer Detlef Träbert selbst gibt es mittlerweile einige zertifizierte Lerntherapeutinnen, die aufgrund einer Fortbildung in der Lage und berechtigt sind, die Schubs®-Methode nicht nur in der Lerntherapie anzuwenden, sondern sie auch in Einzelsitzungen oder in Workshops an Eltern weiterzugeben. Die jeweils aktuelle Liste ist HIER zu finden.

Die Fördermethode selbst kombiniert vier Elemente:

  1. Das Durcharbeiten der zu sammelnden Fehlerwörter nach der Abbaumethode von Hiltraud Prem (vgl. „Eine vergnügte Ballonfahrt ins Leseland“), wobei durch das Abbauen vom Wortende her Lautanalyse, Lautsynthese und Speicherung des Wortbildes gleichzeitig unterstützt werden.
  2. Die Förderung der visuellen, auditiven, motorischen und kognitiven Speicherung des orthografisch korrekten Wortes mit Hilfe verschiedener Techniken.
  3. Das Üben mit den gesammelten Fehlerwörtern in Wortdiktaten nach dem lernpsychologisch altbewährten Prinzip der Lernkartei.
  4. Vermittlung von Reaktionsverzögerungs- und Denkstrategien beim Schreiben („Reflexivitätstraining“) zur Verringerung von „Flüchtigkeitsfehlern“.

Positive Nebenwirkung dieses Konzeptes ist zum einen die Verbesserung der Mutter-Kind-Beziehung, weil die Mutter angeleitet wird, auf lernpsychologisch sinnvolle Weise mit dem Kind zu arbeiten und dabei negative Emotionen zu kontrollieren. Gelegentlich sind begleitende Elterngespräche zur Unterstützung dieses Lernprozesses angezeigt. Zum anderen wird die allgemeine Leistungsmotivation des Kindes verbessert, weil das Arbeiten am Problem versachlicht und emotional entlastet wird und zudem mit jeder Übungseinheit kleine Erfolgserlebnisse verknüpft sind.

Wie können Eltern die Schubs®-Methode sonst noch erlernen?

  1. Mithilfe des Buches „Richtig schreiben lernen“ von Detlef Träbert (rororo 71720; nur noch beim Autor erhältlich - Bezugsmöglichkeit auf traebert-materialien.de) können sich interessierte Eltern in die Schubs®-Methode einarbeiten.
  2. Gruppen von Eltern können die Schubs ®-Methode in Workshops erlernen. Elternvertretungen, Fördervereine, Selbsthilfegruppen, Volkshochschulen, Familienbildungsstätten, Privatleute usw. können Detlef Träbert oder eine/n der von ihm zertifizierten Lerntherapeut/-innen (s.o.) dafür engagieren. Der zeitliche Umfang eines solchen Workshops sollte mindestens drei Zeitstunden betragen.

Die Schubs®-Methode in der integrativen Lerntherapie

Ausgebildete integrative Lerntherapeutinnen und -therapeuten sind in der Lage, die Methode aufgrund sorgfältigen Selbststudiums des Buches „Richtig schreiben lernen“ (rororo 71720; nur noch beim Autor erhältlich – Bezugsmöglichkeit auf traebert-materialien.de) in ihre Arbeit zu integrieren. Eine vertiefende Einführung samt Zertifizierung zur berechtigten Weitervermittlung des Konzeptes an Laien erfolgt in Fortbildungen. Solche Seminare mit Detlef Träbert finden z.B. immer wieder in Hamburg bei KREISEL e.V. (Dr. Jochen Klein – www.kreiselhh.de) statt oder können von Lerntherapeut/-innen in eigener Regie organisiert werden. Es werden keine Zertifizierungs- oder Lizenzgebühren erhoben, damit die Schubs®-Methode als Selbsthilfekonzept auch dort Verbreitung finden kann, wo Eltern nicht in der Lage sind, Nachhilfe oder Lerntherapie selbst zu finanzieren.

Was haben Schulen von der Schubs®-Methode?

  1. Die Schubs®-Methode kann das Methodenrepertoire von Lehrkräften für das Rechtschreibtraining ergänzen. Da sie als Übungsform für die häusliche Eltern-Kind-Situation konzipiert ist, lässt sie sich nicht im Maßstab 1:1 auf den Unterricht übertragen. Aber sie kann als Steinbruch dienen, aus dem einzelne Brocken „herausgehauen“ und für den Unterricht, ganz besonders für den Förderunterricht in Kleingruppen, nutzbar gemacht werden können (vgl. Träbert, Richtig schreiben lernen, Kap. 7).
  2. Schulen haben heutzutage die Aufgabe, Förderpläne für Schüler mit Lernschwierigkeiten zu erstellen, in die auch die Eltern einbezogen werden müssen. Mit der Schubs®-Methode haben Lehrkräfte ein Förder-Werkzeug in der Hand, das an die Eltern weitergegeben werden kann: in der Einzelberatung, an Elternabenden, in speziell angesetzten Eltern-Workshops.
  3. An manchen Schulen gibt es schon seit Jahren „Lesemütter“, die im Rahmen von „Elternmitwirkung im Unterricht“ die Lehrkräfte unterstützen. Mithilfe der Schubs®-Methode könnten auch „Rechtschreibmütter“ qualifiziert werden.
  4. Die Ausbildung von Erzieherinnen und Betreuerinnen im Ganztagsbereich in der Schubs®-Methode kann die Qualität der Hausaufgabenbetreuung verbessern. Außerdem haben Schulen, die im Bereich des Offenen Ganztags eine individuelle LRS-Förderung mit der Schubs®-Methode anbieten können, ein zugkräftiges Werbeargument auf ihrer Seite.
  5. An manchen weiterführenden Schulen ist bereits die schulinterne Nachhilfe durch ältere oder leistungsstarke Schüler etabliert. Solche interessierten Mädchen und Jungen könnten in der Schubs®-Methode ausgebildet werden, um den rechtschreibschwachen Mitschülern (vor allem, aber nicht nur) der unteren Jahrgänge zu helfen. Gleichzeitig hätten sie damit eine Qualifikation erworben, mit der sie jederzeit auf dem freien Nachhilfemarkt um Schüler werben können.

Wie können Schulen das Know-how der Schubs®-Methode erwerben?

Die Lektüre von „Richtig schreiben lernen“ führt gründlich in die Schubs®-Methode ein. Darüber hinaus können Schulen oder Träger von Maßnahmen der Lehrerfortbildung (Schulbehörden, Lehrerverbände u.a.m.) Detlef Träbert für Fortbildungsveranstaltungen engagieren. Der zeitliche Umfang einer solchen Fortbildung sollte einen ganzen Tag betragen, weil über die Methode selbst hinaus auch noch ihre Vermittlung (beispielsweise an Eltern) erarbeitet werden muss.

Die gesammelte Qualifizierung von Multiplikatoren (z.B. Beratungs- oder Förderlehrer) würde es auf rationelle Weise ermöglichen, die Schubs®-Methode in die Schulen hineinzutragen.

 

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